Markus Lüpertz. Et in Arcadia ego.

Veröffentlicht am 16. April 2019 unter Aktuell, Aktuelles, Ausstellung, Markus Lüpertz, Termine

Am 17. Mai 2019 eröffnet das Museum für Zeitgenössische Kunst Diether Kunerth die umfassende Einzelausstellung „Et in Arcadia ego“ von Markus Lüpertz. Gegenstand der Ottobeurener Präsentation ist das grafische Werk des Künstlers, das seit seinen Anfängen in den späten 1980er Jahren beständig heranwächst. Über 200 Exponate spiegeln bis zum 11. August 2019 nicht nur die künstlerische Entwicklung von Markus Lüpertz im Bereich der Grafik wider, sie geben auch einen Einblick in die Themen aus Mythologie und Ästhetik, mit denen sich der Künstler Zeit seines Schaffens befasst.

Markus Lüpertz, der vor allem für sein malerisches und bildhauerisches Werk bekannt ist, befasste sich erstmals in den 1980er Jahren mit dem Medium der Grafik. Wie in der Malerei und Bildhauerei basieren seine grafischen Werke häufig auf Serien und Bildfolgen, die seine Gemälde und Skulpturen, aber auch sein dichterisches Werk begleiten, paraphrasieren oder interpretieren. Ein Beispiel dafür sind die beiden Werkreihen „Arkadien“ und „Arkadisches Manifest“ aus dem Jahr 2015, in denen der Künstler sich dem Traum von der arkadischen Freiheit annähert. Die Kunst- und Geistesgeschichte verklärten Arkadien zu einem Ort des Goldenen Zeitalters, an dem die Last des irdischen Lebens, der Idylle und Glückseligkeit, der Gleichheit der Menschen, ihres Handels und Denken weicht. Markus Lüpertz greift diese Tradition auf und macht sie zum Gegenstand seiner beiden großen Serien, in denen er das mythologische Personal geschickt in einen zeitgenössischen Kontext einbettet. Diese Grundhaltung des Künstlers, Vergangenes zu Neuem werden zu lassen, spiegelt sich auch im Ausstellungstitel wider: „Et in Arcadia ego“, was so viel bedeutet wie, „auch ich war in Arkadien“. Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Katalog.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

 

Markus Lüpertz. Et in Arcadia ego
Ausstellung:
18. Mai – 11. August 2019 | Museum für zeitgenössische Kunst Diether Kunerth, Marktplatz 14a 87724 Ottobeuren

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