Aufstellung der Skulptur „Hölderlin“ in London

Aufstellung der Skulptur „Der Morgen oder Hölderlin“ von Prof. Markus Lüpertz vor dem Deutschen Olympischen Haus in London

Ein Projekt von Prof. Markus Lüpertz und der Galerie Breckner in Kooperation mit dem DOSB, der DSM und der arvato Medienfabrik in Gütersloh.

Die Olympischen Spiele gehören zu dem vielleicht Wichtigsten, was sich die Menschheit seit der Antike bewahrt hat. Das betrifft nicht nur den sportlichen Wettkampf zwischen Vertretern fast alle Nationen unserer Welt. Das betrifft zugleich die zutiefst humanistische Olympische Idee, die bereits in der Antike fußt, als die Spiele unter dem Schutz des so genannten „heiligen Friedens“ standen während dem nichts die Wettkämpfe der Athleten und das dazugehörige Fest stören durfte. Zu allen Zeiten und erst Recht nach ihrer Wiederbelebung 1880 durch Pierre de Coubertin wurden die Olympischen Spiele als ein Sinnbild der friedlichen Gesellschaft schlechthin beschrieben. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass auch die Kunst, ob als Literatur, bildende Kunst oder Musik, den Olympischen Spielen stets nahe standen. Coubertin selbst wurde 1912 unter dem Doppel-Pseudonym „Georges Hohrod und Martin Eschbach“ der erste Olympiasieger in der Disziplin Literatur mit dem Werk „Ode an den Sport.

Diesem Geist folgt im Jahre 2012 die Deutsche Olympische Delegation. Am 26. Juli 2012 wird eine von dem Künstler Prof. Markus Lüpertz geschaffene Plastik mit dem Titel „Der Morgen oder Hölderlin“ vor dem Deutschen Olympischen Haus, im Museum of London Dockland  aufgestellt.

Prof. Markus Lüpertz, emeritierter Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, einer der bekanntesten und einflussreichsten zeitgenössischen Künstler Deutschlands, war bereits seit längerem mit dem Thema einer Verbildlichung der Olympischen Idee befasst. „Dass es sich dabei nur um eine Figur des Hölderlin handeln konnte, erschien mir schlüssig“, so der Künstler.

Sowohl im „Hyperion“ als auch in den so genannten „Pindarfragmenten“ setzte sich der deutsche Ausnahmedichter Friedrich Hölderlin explizit mit der griechischen Antike und im Besonderen mit Olympia auseinander. Im Grunde ist das gesamte Werk Hölderlins vom Bild einer tätigen, schaffenden, ja dynamischen griechischen Antike geprägt. Das olympische Griechenland galt ihm als Ideal der Vergangenheit und bestens geeignet, für den Aufbau einer ebensolchen humanistischen Kultur und Gesellschaft.

Dies bestätigt auch der Wissenschaftler Prof. Dr. Alexander Honold, Ordinarius Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seine 2002 erschienene Studie „Nach Olympia. Hölderlin und die Erfindung der Antike“ gilt als ein Glücksfall für die literaturwissenschaftliche Forschung, weil sie über den Rahmen ihrer eigenen Disziplin hinauszugehen vermag. Ausgehend von Hölderlins „Hyperion“, und dessen dichterischem Entwurf des antiken Olympia entfaltet Honold das historische Panorama jener außerordentlichen Griechenland-Begeisterung, die das 18. Jahrhundert kennzeichnete und den Beginn moderner Archäologie markierte.

Prof. Lüpertz sagt über seine Plastik „Der Morgen oder Hölderlin“, er habe in ihr keine Abbild des Dichters, sondern vielmehr seinen Genius darstellen wollen, mithin die Abstraktion der Persönlichkeit, seines Schicksals, seiner Bestimmung. „Was mich an Hölderlin interessiert ist sein Leben, seine Situation als Außenseiter. Ich wollte den Triumpf des Individualismus‘ zeigen, was mir wichtig scheint gerade heute, in einer Zeit, da der Anti-Individualismus, die Konformität regiert“, so Lüpertz.

Um das Kunstwerk entsprechend zu den Olympischen Spielen 2012 in London platzieren zu können, wandte sich der Künstler an die Düsseldorfer Galerie Breckner, die bereits für die Olympischen Spiele in Athen und China künstlerische Beiträge erarbeitet hatte. Die dort gewonnenen Erfahrungen sowie viele enge Kontakte u.a. zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), der Deutschen Sport-Marketing (DSM) und zur arvato Medienfabrik halfen, für die Verwirklichung des Projekts geeignete Partner zu gewinnen.

Nun wird die Plastik „Der Morgen oder Hölderlin“ von Prof. Markus Lüpertz am 26. Juli 2012 vor dem Deutschen Olympischen Haus, im Museum of London Dockland erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wird dort sowohl während der Olympischen Sommerspiele 2012 als auch während der sich anschließenden Paralympischen Spiele in der Olympiastadt zu sehen sein.

Anlässlich ihrer Aufstellung gestaltete Markus Lüpertz ebenfalls eine auf 45 Exemplare limitierte Skulpturenedition „Hölderlin“ in einer Größe von 45,5 cm. Sie ist bei der Galerie Breckner erhältlich.

Mehr Informationen zur Skulpturenedition „Hölderlin“ finden Sie im Shop

 

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