Ausstellung: 1914/1918 – Damals nicht, jetzt nicht, niemals! 

„1914/1918 – Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ zeigt Arbeiten von international renommierten Künstlerinnen und Künstlern, die ein gemeinschaftliches Zeichen für den Frieden setzen. Zu ihnen zählen unter anderem Günther Uecker, Jean  Boghossian, Monica Bonvicini, Tony Cragg, Fiona Hall oder Anish Kapoor. Am 7. November 2018 eröffnete Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble die Ausstellung im Reichstag in Berlin.  Dort ist sie noch bis zum 6. Januar 2018 zu sehen, bevor sie im Sommer 2019 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York präsentiert wird.

Ausstellungsansicht, „1914 – 1918 Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ in der Abgeordneten-Lobby des Reichstagsgebäudes im Deutschen Bundestag, Berlin  © Jack Kulcke

100 Jahre nach dem Waffenstillstand von Compiègne, der den Ersten Weltkrieg im November 1918 offiziell beendete, ziehen Künstlerinnen und Künstler aus den einst kriegführenden Nationen einen gemeinsamen Schluss: „Nie wieder Krieg!“ Mit ihren individuell gestalteten Kunstwerken warnen sie nicht nur vor der Grausamkeit des Krieges, sie erinnern auch an die eine, wesentliche Verpflichtung der Nachkriegszeit, nämlich „den Frieden zu wahren und zu verteidigen“, so Wolfgang Schäuble in seiner Eröffnungsrede.

Preview der Ausstellung 1914/1918 in der Abgeordneten-Lobby im RTG, 7.11.18 © Jack Kulcke

Ausgangspunkt der einzelnen Arbeiten war neben dem Blick in die Geschichte das zu bearbeitende Material: Ein Holzblock aus Eichen von einem ehemaligen Frontabschnitt im Elsass. „Die aus Eichenholzquadern entstandenen Werke könnten unterschiedlicher kaum sein“, erklärte Schäuble, „mit künstlerischen Mitteln setzen sie verschiedene Akzente – doch alle erzählen eindrücklich vom Schrecken des Krieges, von psychischen und physischen Verwundungen, von Zerstörung – und vom Frieden. Von der Hoffnung auf Frieden.“

Unter dem Leitspruch „1914/1918 – Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ verbinden sich diese individuell gestalteten Exponate zum Gesamtkunstwerk. In ihm verbindet sich auf vielschichtige Weise die Anstrengung von Vielen. Neben zahlreichen privaten und institutionellen Förderern, den Beteiligten aus den Bereichen Organisation und Logistik sowie den Kuratoren, seien damit vor allem die Kunstschaffenden selbst gemeint. Ihnen sprach Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück, im Beisein zahlreicher Gäste seinen ausdrücklichen Dank aus: „Dass sich die renommiertesten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler aus den 31 Nationen beteiligen würden, habe ich nicht zu hoffen gewagt und war auch nicht absehbar.“

Ausstellungsansicht, „1914 – 1918 Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“ in der Abgeordneten-Lobby des Reichstagsgebäudes im Deutschen Bundestag, Berlin  © Jack Kulcke

Der Wille aller Projektteilnehmer, mit dem Mittel der Kunst ein gemeinschaftliches Zeichen für den Frieden zu setzen, hob die Klammer der Krieges, für den die Chiffre „14/18“ laut Schäuble stehe, auf. Als Gemeinschaft begegneten sie der großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts, „aus dem Gelernten […] Brücken in die Gegenwart und vor allem in die Zukunft zu bauen“, wie Michael Lübbersmann resümierte.

 

„1914/1918 – Damals nicht, jetzt nicht, niemals!“, Deutscher Bundestag, Reichstagsgebäude, bis 6. Januar 2019. Besichtigung nur mit Führung möglich. Buchung über www.art-culture-international.de

 

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