Ilya & Emilia Kabakov – Ship of Tolerance – Premiere in Jülich

Veröffentlicht am 26. September 2019, aktualisiert am 26. September 2019 unter Aktuell, Aktuelles, Ausstellungen, Ilya und Emilia Kabakov

Im Brückenkopfpark Jülich (Kreis Düren) hat das »Ship of Tolerance« von Ilya und Emilia Kabakov seinen ersten dauerhaften Heimathafen in Deutschland gefunden. Mit einem fulminanten Fest für Toleranz und Menschlichkeit eröffneten Emilia Kabakov, Landrat Wolfgang Spelthahn und das Projektteam des Dürener Landkreises am 25. August das gemeinschaftliche Kunstwerk.

Ship of Tolerance, Jülich (Kreis Düren)

Foto: Kreis Düren

Über 100 Kunstwerke von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen der Region wurden für das Dürener »Ship of Tolerance« ausgewählt. Ihre Kunstwerke vollenden das von Ilya & Emilia Kabakov initiierte, künstlerische Konzept und reihen sich in ein weltweites Gesamtwerk ein: Seit 2005 wurde das Schiff schon in Städten wie Moskau, Rom, London, dem schweizerischen Zug oder Havanna umgesetzt.

Mit dem Stück »Sinn(e) für die Freiheit« setzte das »exART Musiktheater« vom Franziskus-Gymnasium in Vossenack zur Einweihung ein Zeichen für Menschlichkeit und Respekt. Mit ihrer szenischen Darstellung nach dem Text »Schiffbruch, Brandung und Brücken« von Heiko Westerburg, gelang es den Schülerinnen und Schülern erfolgreich, das Publikum in die richtige Stimmung zu versetzen. In einen Zustand, in denen sich die Menschen ihrer »Sehnsüchte, Ängste, Freiheits- und Ohnmachtsgefühle« bewusst werden, dabei die Möglichkeit, Zuflucht in »heilsamen Häfen« zu finden, aber stets im Blick behalten: »Denn Häfen können Brücken sein zwischen Menschen, zwischen Kulturen, zwischen Erdteilen.«

Nach der anschließenden Begrüßung durch Landrat Wolfgang Spelthahn und Emilia Kabakov, ließen hunderte Besucher bunte Luftballons in den Himmel steigen, um diese friedliche Botschaft zu bestärken. Vor dem gehissten Segel bot sich ein wunderbares Bild, das Gemeinschaft trotz oder gerade wegen Diversität zum Ausdruck brachte. »Wir hoffen, dass in Zukunft die Kinder tolerant, friedlich und ohne Angst gegenüber anderen aufwachsen«, gab Künstlerin Emilia Kabakov als Wunsch mit auf den Weg.

 

Das »Ship of Tolerance« wird als sichtbares Symbol für Menschlichkeit und Toleranz dauerhaft im Jülicher Brückenkopfpark (Landkreis Düren) stehen bleiben.

 

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