Ausstellung: Günther Uecker “Verletzungen – Verbindungen” Teheran

Veröffentlicht am 22. September 2012, aktualisiert am 28. November 2013 unter Ausstellungen, Günther Uecker

Günther Uecker – Verletzungen-Verbindungen

– Ab dem 16.09.2012 bis 30.10.2012 –

Museum für zeitgenössische Kunst (TMOCA)
Teheran, Iran

→ www.tmoca.com

Günther Uecker Ausstellung in Teheran

Unter dem Titel „Verletzungen – Verbindungen“ wurde am 16. September 2012 im Beisein des Künstlers eine große Einzelausstellung von Günther Uecker im Teheraner Museum für Zeitgenössische Kunst eröffnet. Für die Realisierung dieser Ausstellung arbeitete die Galerie Breckner mit dem Museum für Zeitgenössische Kunst Teheran, dem Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart, dem Auswärtigen Amtes in Berlin, dem Goethe-Institut sowie mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Islamischen Republik Iran zusammen.

Es ist die erste Ausstellung von Werken des Künstlers im Iran und zugleich die erste Präsentation zeitgenössischer deutscher Kunst seit 2005 in diesem Land. Gezeigt werden neben großen, installativen Arbeiten wie „Geißelmühle“ „Feuerstelle“ oder „Weiße Tränen“ auch Gemälde, Prägedrucke, Grafiken, Zeichnungen und Mappenwerke. Ueckers Kunst ist geprägt von einem tiefen, schon beinahe körperlich erlebbaren Humanismus. Die Würde des Einzelnen steht im Mittelpunkt, und damit sowohl seine Schönheit als auch deren Verletzlichkeit. In den Objekten und Bildern spielt die Anklage von Aggressionen gegen Individuen wie gegen Völker, aber auch gegen die Zerstörung der Natur eine entscheidende Rolle.

„Das Bild ist der unalphabetische Ausdruck des Unsagbaren in unserer Welt. So bildet es in seiner jahrtausendealten Bedingtheit die Lebensgrundlagen für Verstehen und für friedensbildende Vereinbarungen zwischen den Kulturen”, so der Künstler.

Die Ausstellung im Museum für Zeitgenössische Kunst Teheran ist bis zum 1. November 2012 zu sehen. Es erscheint ein umfangreicher Katalog (engl./frz.) mit Texten u.a. von Ehsan Aghai, Direktor des Museums für Zeitgenössische Kunst Teheran, Bernd Erbel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Iran, Mehdi Hosseini, Kunsthistoriker und Alexander Tolnay, Kurator der Ausstellung.

 

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