Vortragsabend: Immanente Grenzen in Wissenschaft und Kunst

Veröffentlicht am 16. Juni 2018, aktualisiert am 17. Oktober 2021 unter Aktuell, Aktuelles, Tony Cragg

Existieren Grenzen in der Wissenschaft? Vertragen sich Grenzen mit dem Begriff von Kunst? Limitierungen widersprechen dem allgemeinen Verständnis von Wissenschaft und Kunst als schran-kenlose, nur sich selbst verantwortliche Disziplinen. „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“ heißt es in Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Diese gesetzliche Freiheitsgarantie ist alles andere als selbstver-ständlich, eine große historische Errungenschaft – gerade mal 69 Jahre alt und in anderen Staaten gar nicht existent oder ständig bedroht.

Dennoch aber haben auch hierzulande Kunst und Wissenschaft täglich mit Begrenzungen zu tun. Es gibt selbst geschaffene aus fachlichen Gründen oder von außen gesetzte durch eingeschränkte finanzielle Mittel für Forschungsvorhaben oder Kunstprojekte. Auch ist Wissen kein absoluter Wert an sich, es unterliegt gesellschaftlicher Akzeptanz und ethischen Grundsätzen. Die Euthanasie-Forschung der Nationalsozialisten zum Beispiel hatte diese Gren-zen eindeutig überschritten. Gibt es also schädliches Wissen?Auch diese Frage wird die Veranstaltungsreihe stellen. Sie will den verschiedenartigen Limitationen von Wissenschaft und Kunst auf den Grund gehen – aus historischer wie aus aktueller Sicht. Es sollen die immanenten ebenso wie die von außen auf-gezwungenen Beschränkungen zur Sprache kommen. Auch die ethischen Folgen von Grenzen respektive Entgrenzungen werden untersucht. Was wäre, wenn Wissen nicht mehr kontrolliert werden könnte – beispielsweise durch sich verselbstständigende künstliche Intelligenz?

Programm
Begrüßung 16.00 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Löwer
Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Impuls-Vorträge
Unendliche Horizonte begrenzten Wissens. Die Theologie im Horizont der Wissenschaften
Prof. Dr. Thomas Söding

Die Gedanken sind frei – oder vielleicht doch nicht? Möglichkeiten und Grenzen der Hirnforschung
Prof. Dr. Drs. h.c. Onur Güntürkün

Pause ca. 16.50 Uhr

Computerbasierte Modellbildung – lassen sich bestehende Grenzen zwischen Technikwissenschaft und anderen Disziplinen überwinden?
Prof.’ in Dr. Stefanie Reese

Kopf oder Zahl – Ohne Kunst ist Wissenschaft bedeutungslos
Prof. Anthony Cragg

Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden

Moderation Prof. Dr. Walter Krämer

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