Ausstellung: Herbert Brandl & Julian Khol – Works on Paper

Die Ausstellung in unserer Galerie, die wir eine Woche nach der Vernissage der Brandl-Khol- Präsentation „The plight of light, Wodka, Teer und Federn“ im Osthaus Museum Hagen eröffnen, zeigt ausgewählte Grafiken der beiden österreichischen Künstler Herbert Brandl und Julian Khol. Zwei selbstbewusst agierende grafische Positionen, die nicht miteinander konkurrieren, sondern sich in den Konstanten Linie und Fläche durchaus ergänzen können.

Herbert Brandl, seit 2004 Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, beschäftigt sich seit 2009/2010 mit der Technik der Monotypie. Diese im 17. Jahrhundert von dem Italiener Castiglione  erfundene Technik erlaubt in aller Regel nur einen einzigen (perfekten) Druck des Motivs, doch kommen Entstehung und sicher auch die Handhabung der Monotypie der Werkweise Brandls gut zupass. Der Künstler bemalt dabei schnell und mit viel Farbe große Acrylplatten, so dass diese nicht antrocknen können. Sobald das Motiv steht, werden die Platten mittels Presse auf schweres Büttenpapier (600 g/m2 und mehr) gedruckt. Auf diese Weise entsteht die Monotypie – mithin ein (gedrucktes) Unikat, denn Brandl bemalt die einmal verwandten Vorlagen oft direkt neu, so dass sich das Motiv „entwickelt“ und vormalige Stadien teils als lichte Farbschichten erhalten bleiben. Letztlich beweisen seine Monotypien Herbert Brandl als einen der herausragenden, auf dem schmalen Grat zwischen gegenständlichem und abstraktem Gestus sicher vermittelnden, Maler unserer Zeit.

Julian Khol, der nach ersten Studien ab 2004 an der Universität für angewandte Künste in Wien in der Meisterklasse von Christian Ludwig Attersee von 2008–2011 bei Herbert Brandl an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und als Meisterschüler absolviert hat, fand im vergangenen Jahr zur Grafik, als eine Reihe von Radierungen entstanden. Aus heutiger Sicht scheinen diese mit ihren freien, fast wie flüchtig hingeworfenen Figurationen den Gestus der Malerei vorwegzunehmen, wie sie aktuell im Osthaus Museum Hagen zu sehen ist. Exklusiv für unsere Ausstellung entstanden in Wien Lithografien mit großen solitär auftretenden, floralen Motiven. Diese Arbeiten, bei denen Khol Farbe nur sehr diskret und akzentuiert einsetzt, ergänzen seine Malereien – jedoch legt der Künstler hier größeren Wert auf die Kraft der autonomen Zeichnung, während sie in der Malerei sehr viel mehr noch in Wechselbeziehungen zum gestalteten Farbraum steht.

Die Ausstellung „Herbert Brandl & Julian Khol: Works on Paper“ ist bis zum 28. Mai 2016 im Kunstverlag Till Breckner zu sehen. Mag. Florian Steininger, designierter künstlerischer Leiter der Kunsthalle Krems und Autor im Katalog zur Ausstellung in Hagen, wird im Rahmen der Vernissage, am Freitag, den 15. April 2016, um 19 Uhr, in die Ausstellung einführen.

 

Einladung: Khol & Brandl: Works on PaperHerbert Brandl & Julian Khol: „Works on Paper“

Kunstverlag Till Breckner

Altestadt 7

40213 Düsseldorf

T. +49 2331 207 3138

Vernissage: Freitag, 15. April 2016, 19h
Ausstellung: 16. April–28. Mai 2016

 

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