Heinz Mack – Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan

Veröffentlicht am 10. September 2015, aktualisiert am 25. Juni 2019 unter Heinz Mack, Kunstwerke, Publikationen

Kunstverlag Galerie Till Breckner

Heinz Mack – Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann Wolfgang von Goethe. Kunstverlag Galerie Till Breckner

Als Reprint des 1999 veröffentlichten jedoch längst vergriffenen Originals, ergänzt durch einen zeitgenössischen Text von Prof. Dr. Dr. Volkmar Hansen und einen aktuellen Text des iranischen Kunsthistorikers Amir Abdolhosseini, ist jetzt im Kunstverlag Till Breckner Heinz Macks Buch „Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann W. Goethe“ neu erschienen.

Im Œuvre von Heinz Mack steht diese Band mit Bildern zu literarischen Werken wie ein Solitär dar. Er strahlt durch die Pracht seiner Farben, das Spiel der Formen und nicht zuletzt durch das intime Atmosphärische, das die ausschließlich von  Künstlerhand geschriebenen Texte vermitteln. Er lädt ein zum Lesen und Schauen. Doch handelt es sich bei jenen, dem Buch zugrunde liegenden Suiten schwarzweißer Tuschen und farbiger Pastelle, nicht um Illustrationen! Mack geht es nicht um das Hinterfragen dessen, was in den von Hafiz inspirierten Gedichten Johann Wolfgang von Goethes zu lesen steht. Vielmehr sind seine Arbeiten wohl so gemeinte Zueignungen, bildliche Geleite, ästhetische Trabanten für etwas, was von einer ganz eigenen Magie ist. Macks Bilder richten sich zuvorderst an den Lesenden/Schauenden und dessen Fähigkeit, einen Text auf durchaus verschiedene Weise auf- das heißt wahrnehmen und erleben zu können, sie lassen sich „wie abstrakte Texturen lesen“, als „Gedichte ohne Worte“.

Diese „abstrakten Texturen“ sind es auch, die den Betrachter auf den west-östlichen Charakter des Bandes aufmerksam machen, ohne sklavisch daran festzuhalten, es handelte sich um bewusste ästhetische Zitate. Viel ist über die Anverwandlungen zwischen dem Œuvre von Heinz Mack und der islamischen respektive orientalischen Kunst geschrieben worden. Anverwandlungen deshalb, weil auch der Künstler selber einmal anmerkte, „dass die Hälfte meiner Werke rein zufällig eine Wahlverwandtschaft mit islamischer Kunst zeigt, eine Ähnlichkeit, welche ich zur Zeit ihrer Entstehung überhaupt nicht intendiert hatte und die mir erst viel später bewusst wurde“. Es ist bekannt, dass sich Mack späterhin auch theoretisch und durch Anschauung mit der Kunst des Orients auseinandergesetzt hat.

Indes die seinem KunstWollen innewohnenden ästhetischen Prinzipien, wie sie sich in den „abstrakten Texturen“ seiner schwarzweißen und vieler farbiger Blätter im „Buch der Bilder“ zeigen und die dem Orient so nahe liegen, waren schon vorhanden. Sie stammen aus den Anfängen, da Mack mit ZERO um Neues rang in der/für die Kunst. Hinter dem Begriff Anverwandlung (Wahlverwandtschaft meint Gleiches) steht also weniger der Verlust eigener Identität durch Aufgabe, als vielmehr der Zugewinn etwa kultureller Kenntnisse durch Annahme. Ein Prinzip, dem Heinz Mack sich nie verschlossen hat.

Die im Kunstverlag Till Breckner neu edierte Buchhandelsausgabe des Künstlerbuches „Heinz Mack – Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann W. Goethe“ bietet nun viele Gelegenheiten, sich dem Zauber der Kunst von Heinz Mack zu ergeben.

 

Künstlerbuch: Heinz Mack - Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann Wolfgang von Goethe. Kunstverlag Galerie Till Breckner

Heinz Mack – Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann Wolfgang von Goethe. Kunstverlag Galerie Till Breckner

„Heinz Mack – Ein Buch der Bilder zum West-Östlichen Divan von Johann W. Goethe“

Buchhandelsausgabe
178 Seiten, gebunden, in deutscher Sprache, zahlreiche Abbildungen.

Reprint der Original-Ausgabe von 1999, inkl. Textband. Mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe; Heinz Mack; Prof. Dr. Dr. phil. Volkmar Hansen, Düsseldorf; Amir Abdolhosseini, Kunsthistoriker und Dozent an der Universität Teheran, Iran.

Erscheinungsjahr: 2015
Seitenzahl: 178
Sprache: Deutsch
Verlag: Kunstverlag Till Breckner, Düsseldorf
ISBN: 978-3-9394-522-56

 

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