Ausstellung: Mohamad Al Roumi – Mesopotamien

Mesopotamien heißt das Land zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris, von denen die Bibel erzählt, sie würden im Paradies entspringen. Seit Tausenden von Jahren durchfließen die beiden Ströme das Land und sahen große Reiche kommen und gehen. Anlässlich des Duesseldorf Photo Weekend stellt die Galerie Breckner sechs Fotografien aus den 1980er und 1990er Jahren und eine Videoarbeit von Mohamad Al Roumi aus – ein Ausschnitt aus seinen Ausstellungen im Museum für Islamische Kunst in Berlin sowie im LVR in Bonn. Der Künstler porträtiert in seinen Fotoarbeiten den gegenwärtigen Alltag im einstigen Mesopotamien.

Mohamad Al Roumi, Al Zeidi (Nördliches Mesopotamien), 1998 © Mohamad Al Roumi

Mohamad Al Roumi, Al Zeidi (Nördliches Mesopotamien), 1998 © Mohamad Al Roumi

Der größte Teil des einstigen Mesopotamiens gehört heute zum Nordosten Syriens sowie zum Irak. Der Fotokünstler Mohamad Al-Roumi wurde 1945 in Aleppo geboren und wuchs in Tell Abiad, einer kleinen Steppenstadt in Mesopotamien, auf. Auch heute noch beheimatet Mesopotamien Menschen verschiedener ethnischer und religiöser Herkunft. „Mit 14 Jahren verließen wir Tell Abiad. In meinen Erinnerungen lebt noch die kleine, von Quellen umringte Steppenstadt als ein Mosaik von Religionen und Ethnien: Kurden, Turkmenen, Jesiden, Syrer, Araber und Armenier“, so der mittlerweile in Paris lebenden Künstler. Mit seinen Fotoarbeiten aus den 1980er und 1990er Jahren lenkt Al Roumi unseren Blick auf den Alltag in Syrien. Er porträtiert die Mosaikgesellschaft Syriens, die Schönheit der Landschaft und das kulturelle Erbe. Voller Ehrfurcht schenkt er uns Einblick in eine syrische Lebenswirklichkeit, die leider seit den 2011 herrschenden Bürgerkrieg von einer anderen Realität abgelöst wurde. Geprägt von dem multiethnischen Charakter der Region und der nomadischen Bevölkerung trägt Al Roumi ein außerordentliches Lebenswerk über seine Heimat in die Welt. Er besuchte als Maler die Hochschule der schönen Künste in Damaskus und wandte sich früh der Fotografie zu. Die ausgestellten Fotoarbeiten wurden mit einer analogen Kamera (Leica M3, Leica M5) aufgenommen.

Mohamad Al Roumi, Abu Daama (Euphrat-Tal), 1998 © Mohamad Al Roumi

Begleitend zu den Ausstellungen findet am Samstag, den 17. Februar 2018 um 15 Uhr die von Dr. Christiane Hoffmans (Kulturredakteuren Welt und BLAU) moderierte Podiumsdiskussion „Kulturland Syrien“ in der Galerie Breckner statt. Der Künstler Mohamad Al Roumi, die berühmte Fernsehjournalisten Antonia Rados sowie der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, werden die Diskussion führen. Sowohl Prof. Dr. Wilhelm, der in den 1990er Jahren den Wiederaufbau des mittlerweile wieder erneut zerstörten Aleppos verantwortet hat, als auch Antonia Rados, die u.a. mit dem bayrischen Fernsehpreis für ihre Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten ausgezeichnet wurde, bilden gemeinsam mit dem anwesenden Künstler ein solides Fundament für eine sich auf die Kultur und Geschichte Syriens stützende Gesprächsrunde. Die Sängerin Rana Diab und der Komponist und Oudspieler Nabil Arbaain werden die Veranstaltung musikalisch untermalen.

Ausstellung:
Mohamad Al Roumi – Mesopotamien
16.02 – 31.03.2018

Eröffnung:
am Freitag, den 16.02.2017, um 18 Uhr

Sonderveranstalung:
Kulturland Syrien
am Samstag, den 17.02.2018, um 15 Uhr
in der Galerie Breckner

Podiumsdiskusion mit dem Künstler Mohamad Al Roumi,
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland.
Er verantwortete in den 1990er Jahren den Wiederaufbau der mittlerweile erneut
zerstörten Stadt Aleppo),
Dr. Antonia Rados (Auslandsreporterin der Mediengruppe RTL. Für ihre Berichterstattung
aus Kriegs- und Krisengebieten wurde die berühmte Fernsehjournalistin
mehrfach ausgezeichnet).
Es moderiert die Kulturjournalistin Dr. Christiane Hoffmans.
Konzert mit Rana Diab (Sängerin) und Nabil Arbaain (Komponist und Oudspieler)

Einladung (PDF)

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