Günther Uecker Remagen – Ausstellung vom 08.02. – 14.06.2026. Die Ausstellung „Die Verletzlichkeit der Welt“ im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste große Schau nach dem Tod des Künstlers im Jahr 2025 und gleichzeitig die letzte, an der Uecker selbst noch mitgearbeitet hat.

Gezeigt werden rund 45 Werke aus sieben Jahrzehnten – von den berühmten Nagelbildern über kinetische Installationen bis hin zu späten, spirituell geprägten Arbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema der Verletzlichkeit der Welt, dass sich wie ein roter Faden durch Ueckers gesamtes Werk zieht. Viele Arbeiten beschäftigen sich mit Frieden, Empathie und menschlicher Verantwortung.
Besonders spannend ist die enge Verbindung Ueckers zum Künstlerbahnhof Rolandseck. Bereits in den 1960er Jahren führte er dort performative Aktionen durch. Der Film „Die Treppe“ von 1964 dokumentiert, wie Uecker den Bahnhof symbolisch „Nagel für Nagel“ erobert. Auch das Werk „Bett zum Aufwachen“ gehört bis heute zur Sammlung des Museums.
Die Ausstellung zeigt außerdem, dass Uecker weit mehr war als nur der „Nagelkünstler“. Neben Reliefs und Objekten werden auch meditative Sandarbeiten, textile Werke und politische Arbeiten präsentiert. Dadurch entsteht ein umfassender Blick auf einen Künstler, der die deutsche Nachkriegskunst entscheidend geprägt hat und als Mitbegründer der ZERO-Bewegung internationale Kunstgeschichte schrieb.
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