Tel Aviv Museum of Art präsentiert: Jeff Koons – Absolute Value

Veröffentlicht am 13. März 2020, aktualisiert am 04. Juni 2020 unter Aktuell, Aktuelles, Ausstellungen, Jeff Koons

Wie entsteht ein kulturelles Phänomen? Im Falle von Jeff Koons scheint die Antwort in der Leerstelle zwischen kontrovers diskutierten Gegensatzpaaren wie “Hoch-” und “Trivialkultur”, oder “Kunst” und “Kitsch” zu liegen, die der amerikanische Künstler mit seinen faszinierenden Werken besetzt. Noch bis zum 10. Oktober beleuchtet die Ausstellung “Jeff Koons: Absolute Value” im Tel Aviv Museum of Art den Künstler in seiner umstrittenen Rolle als wertbestimmtes Kulturphänomen anhand einer Auswahl an großformatigen Werken aus der Sammlung Marie and Jose Mugrabi.

Jeff Koons, Bear and Policeman, 1988 (detail), from the “Banality” series, Polychromed wood © Jeff Koons

Jeff Koons (*1955, York, Pennsylvania, USA) zählt zu den führenden Vertretern des amerikanischen Neo-Pop, die sich seit den 1980er Jahren mit der Kontroverse zwischen Kunst und Spektakel in einer von Medien übersättigten Welt auseinandersetzten. Die Ausstellung in Tel Aviv präsentiert eine Auswahl an Malereien und Skulpturen des Künstlers, die aus verschiedenen Phasen seines Schaffens, von 1980 bis heute, stammen und Jeff Koons unter dem Aspekt des Kunstwertes beleuchten.

Mit seinem Ausstellungstitel Absolute Value bezieht sich Kurator Doron Rabina dabei auf ein mathematisches Konzept, bei dem die Kennzeichnung einer Größe durch numerische Begriffe vollzogen wird. Der absolute Wert einer Zahl beschreibe demnach den rein faktischen Abstand zwischen dieser Ziffer und dem Nullpunkt einer Zahlenachse. Diese Art der Beschreibung von Werten solle in Bezug auf den Ausstellungstitel vor allem die Frage nach dem Wert in der Kunst von Jeff Koons stellen, die allzu häufig auf eine rein numerische, ökonomische Beschreibung reduziert wird.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.


Jeff Koons: Absolute Value / From the Collection of Marie and Jose Mugrabi
Ausstellung 10. März – 10. Oktober 2020 | Tel Aviv Museum of Art, Sderot Sha’ul HaMelech 27, Tel Aviv

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