Maler, Bildhauer, Zeichner, Grafiker, Dichter, Musiker – Markus Lüpertz zum 75.

Veröffentlicht am 27. April 2016, aktualisiert am 27. April 2016 unter Markus Lüpertz

Künstler und Werk: Markus Lüpertz kurz vor der Eröffnung seiner Ausstellung Arkadien, Galerie Breckner, 2015

Künstler und Werk: Markus Lüpertz kurz vor der Eröffnung seiner Ausstellung Arkadien, Galerie Breckner, 2015

Wenigen zeitgenössischen Künstlern wird die Ehre zuteil, dass sich ihr Publikum in nur mehr zwei Lager teilen lässt – diese, die das Werk und seinen Schöpfer bewundern, es allenthalben loben, sammeln und ausstellen, und jene, die es rundweg ablehnen und deshalb dessen Macher gleich mit. Markus Lüpertz zählt zu den wenigen, die solches Los erfahren. Doch der Künstler, der als Maler, Bildhauer, Zeichner, Grafiker, Dichter und Musiker bis heute bereits ein vielstimmiges Œuvre geschaffen und nun seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, lässt sich davon keineswegs beirren. Manchmal, glaubt man, spornt es ihn vielleicht sogar an. In jedem Falle ist ihm die öffentliche Meinung kein Hindernis, weiter Bilder zu malen und Skulpturen zu formen, Figuren zu zeichnen oder zu schneiden, seine Gedanken in Gedichte zu gießen oder Free-Jazz mit seinen Freunden von

Markus Lüpertz kurz vor der Eröffnung seiner Ausstellung Arkadien, Galerie Breckner, 2015

Markus Lüpertz kurz vor der Eröffnung seiner Ausstellung Arkadien, Galerie Breckner, 2015

der Band TTT zu machen. Indes bei all der Kreativität und den verschiedenen Metiers, in denen er sich bewegt, stellt der vielbegabte Künstler gleichwohl fest: „Ich mache alles, was ich mache, aus der Sicht des Malers – auch das Schreiben.“ Oder das Bildhauern, denn: „Skulpturen sind für mich nur eine Erweiterung der Oberfläche“, wie Lüpertz 2015 anlässlich der Dialog-Ausstellung „Markus Lüpertz – Arnulf Rainer. Bildende Kunst“ im Arnulf Rainer Museum in Baden bekannte. Und tatsächlich sind es dieselben formalen Axiome, die für ein Bild oder eine Skulptur von Bedeutung sind: abstrahiere die Gestalt, löse die Figur aus ihrem kulturell-abbildhaften Kontext und hinterlasse mehr Fragen als Antworten beim Betrachter.

Am 25. April ist der Künstler, der auch davon träumt, dass mit den von ihm mit seiner Kunst aufgeworfenen Fragen und Rätsel sich „noch Generationen beschäftigen“ wollten, 75 Jahre alt geworden. Was kein Grund ist, innezuhalten. Denn zu malen sei „wie Luft holen“ für ihn, sagt Lüpertz.

Das gesamte Team der Galerie Till Breckner gratuliert Markus Lüpertz sehr herzlich!

 

 

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