Heinz Mack – Das grafische Werk im Stadtmuseum und KSI Siegburg

Veröffentlicht am 06. März 2019, aktualisiert am 05. Juli 2019 unter Aktuell, Aktuelles, Ausstellungen, Heinz Mack, Künstler

In einem gemeinsamen Kunstprojekt zeigen das KSI und Stadtmuseum Siegburg bis zum 17. März grafische Arbeiten des ZERO-Künstlers Heinz Mack. Mit über 70 Exponaten gibt der retrospektive Querschnitt einen kaleidoskopischen Einblick in das vielfältige grafische Werk des Künstlers. Zur Eröffnung der Doppelausstellung am 27. Januar lockte nicht nur ein umfangreiches Programm in beiden Siegburger Ausstellungshäusern, sondern auch der 88-jährige Weltkünstler selbst.

v.l.n.r. Ralph Bergold (Direktor des KSI), Heinz Mack, Renate Goretzki (KSI-Kultureferentin) und Till Breckner bei der Ausstellungseröffnung von “Heinz Mack – 12 Stunden” am 27. Januar 2019, Katholisch-Soziales-Institut, Siegburg

In einem faszinierenden Gespräch mit Dominik Meiering im Katholisch-Sozialen Institut gab er einen intimen Einblick in sein Leben als Künstler und damit sein Werk aus rund 60 Schaffensjahren. Er selbst erklärte sein Oeuvre mit einem progressiven Prozess, in dem er Grenzen überschreite, um sich über „die Sperrzone unserer Phantasie“ hinweg zu träumen. Das Licht dient ihm dafür bis heute als Katalysator und inspiriert den Künstler zu immer neuen Bild-er-findungen. Die Ausstellungsstücke im Stadtmuseum zeichnen ebendiese Entwicklung nach. Unter dem Titel „Kombinationsspiel“ wird hier nämlich ein Abriss über Macks grafische Arbeiten zwischen 1970 und 2018 gezeigt, der bei seinen frühen „Sahara-Stationen“ (1972/75) beginnt und seinen jüngsten Werken „Klaviatur“ (2018) endet. Als Sonderedition hatte der ZERO-Künstler zur Siegburger Ausstellung außerdem eine neue Grafik geschaffen, das „Blaue Kreuz“ (2018), durch das in kleinem Format die belebende Kraft des Lichtes in Erscheinung tritt. Unendlich wirkt dieses Strahlen, das sich durch die Farbe vermittelt. Eine zeitliche Unbestimmtheit, die in der Schau des KSI mit dem titelgebenden Mappenwerk „12 Stunden“ wieder in einen Rahmen gesetzt wird.

Begleitet wurden die beiden Veranstaltungen von themenbezogenen musikalischen Darbietungen. Bezogen sich die klassischen Stücke von Migena Gjata (Sopran) und Lothar Welzel (Piano) inhaltlich auf Johann Wolfgang von Goethe und mit ihm die „12 Stunden“ von Heinz Mack, schlug das Jazz Konzert von Klaus Doldinger und Passport im Stadtmuseum eine Brücke in die Jahrzehnte alte Freundschaft zwischen dem Klarinettisten und Heinz Mack, der selbst ein begeisterter Pianist und Jazzliebhaber ist.

Heinz Mack. Das grafische Werk
Ausstellung 21.02.2019 – 17.03.2019 | Stadtmuseum und Katholisch-Soziales-Institut, Siegburg

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