50 Jahre Mondlandung. Belgische Botschaft stellt Werke von Paul Van Hoeydonck aus

Veröffentlicht am 26. Juni 2019, aktualisiert am 26. Juli 2019 unter Aktuell, Aktuelles, Ausstellungen, Künstler, Paul Van Hoeydonck

© NASA / Charles M. Duke Jr. (Ausschnitt) 

© NASA / Charles M. Duke Jr. (Ausschnitt)

Spaziergang im Meer der Ruhe. Am 20. Juli 1969 schrieben die Astronauten der Apollo 11 Geschichte. 380.000 Kilometer von seiner Heimat entfernt, setzte Neil Armstrong als erster Mensch der Geschichte seinen Fuß auf die weißsandige Mondoberfläche. Etwa zwanzig Minuten später folgte ihm Edwin „Buzz“ Aldrin – 21 Stunden verbrachten sie im unendlichen Meer der Ruhe, während Mike Collins das Mutterschiff „Columbia“ in der Mondumlaufbahn hielt. Ihre sichere Rückkehr zur Erde erhob die drei Männer zu Heroen der Moderne.


The Eagle has landed!

Die ersten Schritte auf dem Mond markierten nicht nur einen historischen Moment, sondern auch ein unvergleichliches Medienereignis. Rund um den Globus verfolgten Millionen von Menschen gebannt die Mission der Apollo 11. Vom Start bis zur Landung – niemand wollte etwas verpassen: “Es ist das erste Mal in unserer Geschichte, dass die ganze Welt zusammen gekommen ist”, erinnert sich der spätere Apollo-15-Astronaut Al Worden im ZDF-Interview.

50 Jahre nachdem Neil Armstrong und Buzz Aldrin in einem spektakulären Manöver auf der Mondoberfläche landeten, widmet die Belgische Botschaft in Berlin diesem Jahrhundertereignis eine eigene Ausstellung mit Werken von Paul Van Hoeydonck.

Foto: Galerie Breckner

Paul Van Hoeydonck und Willem van de Voorde, Botschafter des Königreichs Belgien in Berlin, eröffnen die Ausstellung mit Werken des belgischen Künstlers anlässlich des 50. Jubiläums der Mondlandung | Paul Van Hoeydonck. Man in Space, Belgische Botschaft, Berlin, 17. Juli – 21. Juli 2019 | Foto: Galerie Breckner


Das Abenteuer von der Reise zum Mond

Das Abenteuer von der Reise zum Mond war lange nur ein Traum. Einmal in das dunkle Tief eintauchen, das sich schweigend über die Erde legt: ein Fall für die Fantasie. In ihren Köpfen begaben sich sehnsüchtige Abenteurer schon seit Jahrhunderten auf fantastische Expedition zum Mond. In Kunst und Literatur trotzten sie einem Meer aus tausend Gefahren und brachten die Menschen in Bild und Text der Mondgöttin Luna ein gutes Stück näher. Jeder technische Fortschritt präzisierte ihre Gedankenreisen, Meilensteine waren die Erfindung des Teleskops oder der Fotografie.

Mit der bemannten Raumfahrt und dem Wettlauf ins All brach eine neue Ära künstlerischer Weltraummissionen an. Einer ihrer Pioniere trägt den Namen Paul Van Hoeydonck. Der Belgische Künstler entwirft schon seit den späten 1950er Jahren irdische und extraterrestrische Zukunftsvisionen. Planeten, Astronauten und Satelliten ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Mit jedem seiner Bilder, Skulpturen oder Objekte sendet er den Betrachter in eine neue, fantastische Welt. Häufig verwendet er dafür Artefakte der Astronautik, vom Himmel gefallene Teilchen, die sich von Raketen oder Satelliten lösten und sich schnell wie der Blitz wieder in den Erdboden gruben.

1971 erhielt Paul Van Hoeydonck den Auftrag, eine kleine Skulptur aus Aluminium für die Apollo-15-Mission zu gestalten. Am 2. August 1971 wurde sie von der Besatzung in einem kleinen Mondkrater abgelegt. Seitdem ist Paul Van Hoeydonck der einzige Künstler weltweit, dem der Mond ein Museum ist.

 

 

Paul Van Hoeydonck
Ausstellung
17. Juli – 21. Juli 2019 | Belgische Botschaft, Jägerstrasse 52-53, 10117 Berlin



 

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