Wiedereröffnung der Mack-Kapelle am Marianum in Neuss 2011

Mack-Kapelle öffnet wieder

Neuss (NGZ). Der Patronatstag 8. Dezember ist zugleich auch der Tag, an dem die Kapelle am Marianum wiedereröffnet wird. Bis dahin hat der Künstler Heinz Mack seine Arbeit im Innern des Gebäudes vollendet.

Fast ist es vollbracht – das Gesamtkunstwerk des Mönchengladbacher Künstlers Heinz Mack, das aus der Kapelle am Marianum einen weiteren kulturellen Anziehungspunkt in Neuss macht. Vor zwei Jahren hatte sich ein Freundes- und Förderkreis für die Mack-Kapelle gegründet, um erstens die Komplettierung des Kunstwerks zu ermöglichen, und zweitens die Kapelle wieder für die Bürger zugänglich zu machen. Beides ist jetzt so gut wie erreicht, und am Patronatstag, am 8. Dezember, soll die Kapelle wiedereröffnet werden.

In diversen Begehungen der Kapelle hat Mack immer wieder Ideen entwickelt, was er noch machen könnte. „Da ist er noch längst nicht am Ende“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz Sahnen, schmunzelnd, aber zunächst einmal habe man sich auf auf zwei Dinge geeinigt: Mack hat einen Kreuzweg geschaffen und zwölf bleiverglaste Fenster für den Kreuzgang entworfen. Abgerundet wird die Erneuerung der Kapelle durch eine kunstvolle Farbgebung des Eingangsbereichs, dessen Wände mit einer sehr anspruchsvollen Wickeltechnik gestaltet werden sollen.

Von Helga Bittner – Zuletzt aktualisiert: 07.10.2011

 

Info zur Kapelle

Wiedereröffnung Tag der offenen Tür am Samstag, 10. Dezember.

Geplante Veranstaltungen Konzerte, Führungen, aber auch Gottesdienste zu Jubiläen wie runden Geburtstagen oder Hochzeitstagen. Der Förderverein setzt sich auch für Eheschließungen in der Kapelle ein.

Ziel „Das sakrale und kulturelle Kleinod wieder allen Bürgern zugänglich machen“ (Sahnen).

„Die Arbeiten werden allesamt bis zur feierlichen Wiedereröffnung abgeschlossen sein“, versprach Mack bei einer gemeinsamen Besichtigung der Kapelle, an der auch Kulturdezernentin Christiane Zangs, der kulturpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Professor Thomas Sternberg, Sahnens Stellvertreter Helmut Friedberg und der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins – der Eigentümerin der Mack-Kapelle –, Frank Lubig, teilnahmen. Um bei der Wiedereröffnung dabei zu sein, beendet der Künstler sogar einen Hongkong-Aufenthalt zwei Tage früher als geplant.

Rund 120 000 Euro hat der Förderverein laut Heinz Sahnen in die weitere Ausgestaltung gesteckt. „Nun ist auch erst mal Schluss“, gibt er zu und betont auch, dass das nur möglich war, weil Stiftungen wie die für christliche Kultur in München mit einem „namhaften Betrag“ , die Erzdiözese, aber auch die Jubiläumsstiftung der Sparkasse das Projekt unterstützt haben. Und der Bauverein habe gewissermaßen „Naturalspenden“ etwa bei notwendigen Bauarbeiten geleistet. Für den künftigen Betrieb der Kapelle wird der Förderverein verantwortlich sein.

Die Kapelle im ersten Obergeschoss des früheren Collegium Marianum, dem „Kasten“, wie es laut Ex-Schüler Sahnen unter seinesgleichen damals genannt wurde, wurde in den 1980er von Heinz Mack künstlerisch gestaltetet. Zu den dort geschaffenen Werken zählen etwa Glasarbeiten mit ungewöhnlichen Bibelinterpretationen zur Schöpfungsgeschichte, ein einzigartiges Orgelgehäuse sowie ein kunstvoll gestaltetes Messgewand.

 

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