Kunstwerk: Markus Lüpertz Mappe „Mykenisches Lächeln“ 2013

Markus Lüpertz Mykenisches Lächeln, 1986-2013. Holzschnitt. Kunstverlag Galerie Till Breckner

Markus Lüpertz Mykenisches Lächeln, 1986-2013. Holzschnitt. Kunstverlag Galerie Till Breckner

Markus Lüpertz: Mykenisches Lächeln 1986/2013

Mappe mit 10 farbigen Holzschnitten
Jedes Blatt vom Künstler nummeriert und handsigniert.
Format (H x B): 107 x 79,5 cm
Auflage: 5 Exemplare zzgl. 2 e.a.
Die Mappe ist in 10 verschiedenen, vom Künstler festgelegten Farbvarianten erhältlich (Blau-Rot-Ocker; Ultracyan-Ultracyan-Hell; Ultramarin-Gold; Karminsiena-Goldgelb; Dunkelblau-Rosa-Gelbocker; Braun-Orange-Gelb; Cyanultramarin-Zinnoberorange-Gelbocker; Braun-Hellbraun; Graugrün-Flieder-Gelbocker; Ultramarin-Apricosengelb).

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Motive der Mappe:

Markus Lüpertz – Mykenisches Lächeln 1986/2013

Ursprung der Mappe

Die Original-Mappe „Zehn Holzschnitte zum Mykenischen Lächeln“ entstand 1985/1986 (im Werkverzeichnis Nr. 287 – 296) und damit im Zeitraum der ersten Annäherung des Künstlers an die Druckgrafik überhaupt (Anfang der 1980er Jahre). Sie folgen einer fast gleichnamigen Serie großformatiger Gemälde („Bilder über das mykenische Lächeln“ [1985]), konzentrieren sich jedoch ausschließlich auf die mykenische (archaische) Gesichtsmaske, so dass sie keine weitere Erzähl- oder Handlungsebene besitzen, wie etwa die Gemälde. Ihre zurückhaltende Farbigkeit (Braun- und Weißtöne auf schwarzem Fonds) sowie das reduzierte Spiel der Formen stellen die Gesichter in den Mittelpunkt. Beachtenswert ist, dass Lüpertz das Lächeln sowohl in den Gemälden als auch in den Grafiken teils mit geschlossenen – zumindest nicht mit als offen erkennbaren – Augen kombiniert. Der Ästhetikprofessor Bazon Brock meint dazu: „Wird das mykenische Lächeln, wie hier bei Lüpertz, mit geschlossenen Augen kombiniert, verstehen wir den Gesichtsausdruck als Hinweis auf ein innerlich geschautes, ein Vorstellungsbild, wie es Träumenden oder ‚friedlich Entschlafenen‘ ablesbar ist“. Zumindest verleihen die geschlossenen oder auch unbelebten Augenhöhlen (ein Eindruck, der sich ebenfalls aufdrängt) den silhouettenhaften Köpfen einen erhabenen, fast der Welt entrückten Ausdruck. Die Mappe zählt zu den ausdrucksstärksten Holzschnittarbeiten des Künstlers. Das Original wurde jedoch nie vollständig ausgedruckt.

Die Neuinterpretation

Für die auf 10 vollständige Mappenwerke (zzgl. 3 e.a.) limitierte Neuinterpretation wurden die Original-Druckstöcke genutzt. Der Künstler setzt hier auf einen völlig anderen, sehr viel helleren Farbkanon, bei dem sehr verschiedene Blau-, Rot- und auch Gelb-Werte überwiegen. Während sich der Farbkanon aktualisiert, bleiben die Formalien, also die klassisch-griechischen Gesichtstypen sowie der Haarschmuck deutlich erkennbar. Erhalten bleibt auch der „versunkene“ Charakter, der für die Original-Auflage zu entscheidend war. Dafür wirken die Blätter der Neuinterpretation jetzt moderner, kräftiger, die idol- oder maskenartigen Gesichte ziehen noch mehr in den Bann – vielleicht auch, weil sie uns durch ihre Farbigkeit jetzt weniger fremd vorkommen.

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