Kunstwerk: Markus Lüpertz Grafik „Fortuna“

Markus Lüpertz – Fortuna – 2012

Fortuna rot, Radierung

Format (H x B): 95 x 70 cm
Auflage: 15 arabische Exemplare zzgl. 5 E.A.

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Markus Lüpertz – Fortuna

„Ich bin ja kein Illustrator. Die ‚Fortuna‘ ist der Anlass. ‚Fortuna‘ ist für mich ein Titel, ein Eigenname. Und er passt in den Kanon meiner Göttinnen. Das Interessante an dieser Figur ist, in welcher Form man sie in einer sehr freien und unillustrativen Art und Weise umsetzen kann.“Auch mit dieser neuen Arbeit widersetzt sich Markus Lüpertz festgefahrenen Vorstellungen. Diese Aussage erklärt sehr gut das Verhältnis des Künstlers zu den Mythen und ihrem Personal. Er geht davon aus, dass jeder weiß, oder glaubt zu wissen, „wie eine ‚Fortuna‘ oder ein ‚Herkules‘ aussehen“. Markus Lüpertz geht vom Menschen aus, um zum Mythos, dessen Gestalt und seinen Gestalten zu gelangen. So lassen seine Helden gezeichnet wenig Raum auf dem Bildgeviert; als Skulptur beanspruchen sie durch Haltung und Gestus unsere ganze konzentrierte Aufmerksamkeit. Denn ob nun ‚Fortuna‘ oder ‚Herkules‘, in seinen Arbeiten, die sich mythologischen Figuren widmen, zeigt Lüpertz selten das Formschöne idealer Körperlichkeit (mens sana in corpore sano). Ihm geht es um das Wesen der Figur als ein zumeist kraftvolles, sinnliches, weiches Bauwerk aus Schenkeln und Bauch und Armen und Kopf, als statuarische Körperarchitektur. Markus Lüpertz zeigt auch die mythische Göttin als vom Leben modellierte, geprägte Wesen, voller Sehnsüchte und Leidenschaften. Und eben darin dem normalen Menschen gar nicht so fremd. Sein Umgang mit den Mythen und ihrem Personal ähnelt dem der Renaissancekünstler, denn er ist ebenso selbstbewusst und wissend.

 

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