Katharina Sieverding – DIE SONNE UM MITTERNACHT SCHAUEN SDO/NASA, 2017

Eine aus 200 000 Satellitenaufnahmen animierte Medieninstallation zeigt das, was das bloße menschliche Auge nicht sieht: die Oberfläche der Sonne. Katharina Sieverding nahm hochaufgelöste 4k-Fotografien der NASA und schuf daraus zwei Filmloops in leuchtendem, ja glühendem Rot und Blau. Diese heliozentrischen Filmbilder liegen den beiden quadratischen Prints zugrunde. Den Titel „Die Sonne um Mitternacht schauen, 2017“ verwendet die Düsseldorferin seit den Sechzigerjahren immer wieder für maßgebliche Werkblöcke, so gab sie etwa einer Reihe paradigmatischer Selbstporträts mit goldenem Gesicht aus dem Jahr 1973 ebenfalls diesen Name.

Sieverding ist eine der einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit, ihre Werke sind in den Sammlungen der großen Moderne-Museen von New York bis Paris vertreten, mehrfach nahm sie an der documenta und der Venedig-Biennale teil, im Juli wurde ihr in Berlin der Käthe-Kollwitz-Preis verliehen. In ihrem zentralen Medium, der Fotografie, hat sich die heute 72-Jährige früh an das Großformat gewagt und die Grenzen der fotografischen Bildgebung ausgelotet. Als Frau im Kunstbetrieb war sie damit lange eine Ausnahmeerscheinung. Doch dem »Differenzfeminismus«, der auf das Anderssein des Weiblichen besteht, stellte sie die Durchlässigkeit männlicher wie weiblicher Anteile in jedem von uns entgegen – auch darin ihrer Zeit voraus. Thematisch nimmt sie seit je das große Ganze in den Blick: Politik und deutsche Geschichte, Geschlechteridentität und die Macht der Bilder im digitalen Zeitalter.

Katharina Sieverding – DIE SONNE UM MITTERNACHT SCHAUEN SDO/NASA, 2017 (RED)

2017
Fotografie
Archival Print
auf Brilliant Museum Satin Matte White 300g
50 Exemplare
80 cm x 80 cm

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Katharina Sieverding – DIE SONNE UM MITTERNACHT SCHAUEN SDO/NASA, 2017 (BLUE)

2017
Fotografie
Archival Print
auf Brilliant Museum Satin Matte White 300g
50 Exemplare
80 cm x 80 cm

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