Karl Otto Götz feiert 103. Geburtstag – Wir gratulieren!

K. O. Götz in seinem Wohnhaus bei Neuwied am 4.2.2014. Foto: Daniel Biskup

K. O. Götz in seinem Wohnhaus bei Neuwied am 4.2.2014. Foto: Daniel Biskup

Vorsicht, das Bild ist nass.“

Aus: K.O. Götz, Über mich selbst, Gedicht, 2000/2012.

Ist es tatsächlich schon wieder drei Jahre her, dass die Kunstwelt nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland den 100. Geburtstag des Malers, Grafikers und Dichters Karl Otto – kurz K.O. – Götz gefeiert haben sollte; dass große Ausstellungen in Duisburg, Aachen oder Düsseldorf das Werk dieses zu Recht als „Jahrhundertkünstler“ bezeichneten Hauptvertreters der abstrakten Kunst und des Informel in Deutschland gefeiert, es einmal mehr aus den Archiven und Depots ans Licht und ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht haben; dass Artikel, Aufsätze und Reden zu seinem und ihrem Verständnis neue Ansätze und Ideen lieferten? JA! Heute, am 22. Februar 2017 feiert K.O. Götz seinen 103. Geburtstag.

Ob es denn die Leute überhaupt noch interessiere wie es ihm ginge, fragte sich und die Reporter einer Tageszeitung Götz‘ Ehefrau, die Künstlerin Rissa. Seit mehr als vier Jahrzehnten lebt das Paar, das sich an der Düsseldorfer Kunstakademie kennenglernt hat, nun schon im Westerwald. Zwanzig Jahre, von 1959 bis 1979, war K.O. Götz Professor in Düsseldorf, und man kann es nicht oft genug wiederholen, wer dort zu seinen Schülern zählte: Gerhard Richter, Kuno Gonschior, Gotthard Graubner, Sigmar Polke, HA Schult oder Franz Erhard Walther, Horst Gläsker, Friedemann Hahn und Paul Schwietzke, und natürlich Rissa, die später selbst als Professorin in Düsseldorf gelehrt hat.

Ehefrau Rissa berichtet auch, das K.O. Götz immer noch malt, auf kleinen Blättern im DIN-A4-Format, wenn er Lust dazu habe! Und es wäre absolut spannend, einmal ansehen zu dürfen, wie sich die Schwünge und Bewegungen des Lebens, seine Verwerfungen wie die lichten, farbigen, glücklichen Momente, die Götz über so viele Jahrzehnte in seinen informellen Malereien und Zeichnungen wiederzugeben in der Lage war (und die ihm einen Platz in der Kunstgeschichte erwarben), eingegraben haben in sein Gedächtnis, das Gedächtnis seiner Hand, die den Rakel über das Blatt führt. Denn seit einigen Jahren sieht der Künstler nichts mehr, obschon, wie Rissa betont, es für ihn nicht dunkel, sondern alles hell sei.

Wir, das Team der Galerie Breckner, gratulieren dem Meister des Informel von ganzem Herzen zum 103. Geburtstag. Wir wünschen Kraft und Gesundheit und noch so manche Gelegenheit und Lust, ein kleines Blatt mit Schwung und Freude zu verwandeln!

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