Kai Wiesinger zeigt neues Fotografieprojekt “Creep”

Kai Wiesinger

Kai Wiesinger (*1966) zählt zu den erfolgreichsten Schauspielern in Deutschland. Für seine Leistungen wurde der in Hannover geborene Mime bereits drei Mal mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet (Kleine Haie, Comedian Harmonists und 14 Tage lebenslänglich). Zuletzt war Wiesinger in „Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“ sowie in dem Hamburg-Tatort „Die Ballade von Cenk und Valerie“ zu sehen. Jetzt präsentiert die Galerie Breckner Wiesingers neuestes Fotografieprojekt mit dem Titel „Creep“.

Schauspieler mit Doppelbegabung

Die Fotografie begleitet Kai Wiesinger schon seit seinen Kindertagen, er sei „in der Dunkelkammer groß geworden“, berichtet der Künstler. Heute ist sie vor allem „eine weitere Ausdrucksform für mich als Künstler.“ Denn in der Fotografie ließe sich noch unmittelbarer weitergeben, was einem am Herzen liege. Damit zählt Kai Wiesinger wie seine Kollegen Armin Müller-Stahl, Manfred Krug oder – international – Gary Oldman zu den so genannten Doppelbegabungen; Künstler, die neben der einen Profes-sion auch in anderen erfolgreich sind (Oldman ebenfalls als Fotograf, Müller-Stahl und Krug als Musiker und Autoren).

Das Fotografieprojekt „Creep“

Für seine aktuelle Düsseldorfer Ausstellung „Creep“ änderte Kai Wiesinger seine Fotografie nahezu radikal. Während für das Projekt „Dialog der Geschichten“ eher der sanfte, dokumentarische Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zu dem Film „Wunderkinder“ prägend war, wirken die neuen Arbeiten für „Creep“ wie im Rausch aus Körper in Bewegung und Geschwindigkeit entstanden. „Diese Arbeiten sind ganz nahe an dem, was ich mit Fotografie erreichen will“, sagt Kai Wiesinger. Sie sollen Dinge zeigen, die vorhanden sind, die unser Auge aber, aus Trägheit und weil wir selektiv sehen, eben nicht wahrnimmt. So, wie die Fotografien der Serie „Creep“ Unschärfen, das Zerfließen von Körperlichkeit und damit auch höchste Emotionalität zeigen, erinnern sie an Gemälde etwa von Francis Bacon. Tatsächlich bestätigt Kai Wiesinger: „Wenn ich könnte würde ich malen“. Er benutze den Fotoapparat so, als würde er Farben setzen. Zudem ist er selber auch körperlich engagiert, denn nicht nur die Modells, mit denen er teils über Stunden für die Aufnahmen zusammengearbeitet hat, hätten sich bewegen müssen. Auch er habe niemals still gestanden. Aus der teils gegenläufigen Dynamik entstanden so bemerkenswert sinnliche, auf eine fliehende Art und Weise körperbewusste Fotografien voller Energie und Leidenschaft.

Abwechslungsreiches Galerieprogramm

Für die Galerie Breckner bedeutet diese Ausstellung die Fortsetzung eines ohnehin bereits recht prominenten Ausstellungsprogramms, nach Wolfgang Petricks „Alpha“ (April-Mai) und der sehr erfolgreichen Markus-Lüpertz-Ausstellung „Der Morgen oder Hölderlin“ (September-Oktober), zu der die über 3 Meter hohe gleichnamige Olympia-Skulptur des Künstlers vor der Galerie aufgestellt wurde. „Wir setzen mit Kai Wiesinger die Sparte Fotokunst in unserer Galerie fort“, so Till Breckner. „Nach den Ausstellungen mit Arbeiten der Fotografin und Regisseurin Franziska Stünkel und den Kanzlerfotografien von Konrad Rufus Müller (beide 2010) haben wir mit Kai Wiesinger erneut einen sehr eigenständigen fotografischen Standpunkt bei uns zu Gast, auf den wir uns sehr freuen“, betonen die Galeristen.

Die Galerie Breckner präsentiert die neuen Arbeiten von Kai Wiesinger nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit in einer umfangreichen Einzelausstellung.

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