Ausstellung: Wolfgang Petrick „turbulence“

Wolfgang Petrick – turbulence

– 22.09. bis 01.12.2012 –

Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück

www.osnabrueck.de

Wolfgang Petrick „Schuppenmann“

Der heute in Berlin und New York lebende Künstler Wolfgang Petrick (*1939) studierte zwischen 1958 und 1965 an der FU Berlin (Biologie) und gleichzeitig an der HfBK Berlin. 1964 gehörte er neben Lüpertz, Hödicke und anderen zu den Gründungsmitgliedern der legendären Ausstellungsgemeinschaft „Großgörschen 35“; in den 1960er und 1970 Jahren zählte er zu den wichtigsten Vertretern des so genannten „Kritischen Realismus‘“, von dem er sich später, Ende der 1980er Jahre jedoch abwandte. Der documenta-Teilnehmer Petrick (Nr. 6, 1977) hatte von 1975 bis 2007 eine Professor an der HdK Berlin inne und ist seit 1993 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

„Der Ausstellungstitel „turbulence“ verweist auf die extremen Verwerfungen, denen die Gesellschaft in jüngster Zeit ausgesetzt ist, denn „die Städte, Gebäude, Alltagsgegenstände und mythenhaften Gestalten in seinen Malereien sind zentrifugalen, alles zerreißenden Kräften ausgesetzt“. (Harald Falckenberg).

Alltagsgegenstände – Schaufenster oder Kinderpuppen, Schutzhelme, Menschenhaare, Glas, Draht, exotische Masken oder Tierpräparate kombiniert Petrick zu seinen markanten Installationen, die zumeist in fragilen Glasbehältnissen untergebracht oder die auf Glasplatten installiert sind. Es gehe ihm darum, „dem Ausstellungsbesucher einen Zustand von Veränderung und Deformation vor Augen zu führen“, sagt Petrick. Er wolle poetische, aber auch „ungenießbare Bilder und Installationen“ schaffen, die nicht einfach zu konsumieren seien. Wolfgang Petricks Arbeit „Zelle“ beispielsweise bezeichnet die Situation hintergründig: Der Mensch hat sich in eine ihn beengende Situation, in eine „Zelle“, begeben und diese ist höchst fragil.

Mehrere Gemälde und Installationen sind eigens für die Osnabrücker Kunsthalle entstanden. Eine rund sechs Meter hohe monumentale Rauminstallation steht im Zentrum von Wolfgang Petricks Osnabrücker Präsentation.

Quelle: Pressemitteilung Presseamt der Stadt Osnabrück/Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Breckner ein umfangreicher Katalog (€ 25,00) mit zahlreichen Abbildungen, einem Aufsatz von Dr. Alexander Tolnay, Kurator der Ausstellung, und einem Interview zwischen Wolfgang Petrick und André Lindhorst, Direktor der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück.

 

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