Ausstellung: Tony Cragg – Human Nature

23. Mai 2018 – 11. November 2018
Anthony Cragg. Human Nature
Istanbul Modern, Instanbul, Türkei 

Tony Cragg, Outspan, 2008, Bronze, 190 x 200 x 124 cm | Foto: Charles Duprat

Mit dem Istanbul Modern wurde 2004 das erste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in der Türkei gegründet. Nach dem Spatenstich zum neuen Ausstellungshaus am Bosporus, das von dem italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen wurde, lädt das Istanbul Modern zur ersten Ausstellung in seinem neueingerichteten Übergangsquartier ein. Mit der Übersichtsschau „Anthony Cragg. Human Nature“ stellt das Museum seit dem 23. Mai 2018 Werke aus allen Schaffensphasen des in Wuppertal lebenden Bildhauers vor.

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden neben Tony Craggs figürlichen Wandreliefs der frühen 1980er Jahre Skulpturen zweier bis heute fortgeführter Serien, die sich mit dem menschlichen Körper auseinandersetzen, die „Early Forms“ und „Rational Beings“. In seinen „Early Forms“ macht der Künstler unterschiedliche Gefäßtypen wie Amphoren, Flaschen und Reagenzgläser zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Evolution, die ihren Höhepunkt in organisch-technoiden Bronzeobjekten im Spiel zwischen Natur und Kultur erreicht. Diese Genese führt er in den Skulpturen der „Rational Beings“ insofern einen Schritt weiter, als er den dynamisch geformten Stelen aus unterschiedlich gestapelten Scheiben einen Verstand zuspricht. Gelegentlich erkennt man in diesen Materialmetamorphosen ein Gesicht, was den Bezug der Skulpturen zum Menschen als rationales Wesen besonders deutlich macht. Egal zu welcher Zeit sie entstanden, mit jeder Form gelingt es Tony Cragg, den Betrachter an ein schier endloses Feld der Gedanken und Emotionen heranzuführen. Und das ist ein Effekt, der buchstäblich in der Abstraktion der Dinge liegt.

Für Tony Cragg, der Sohn eines Luftfahrtingenieurs und ausgebildeter Labortechniker, sind seine skulpturalen Untersuchungen von Material und Form immer auch der Versuch, das Verhältnis zwischen Kunst und Natur zu hinterfragen. Dafür wurde der Bildhauer schon 1988, zu einem sehr frühen Zeitpunkt in seiner bislang vierzigjährigen Karriere, mit dem prestigeträchtigen Turner Preis ausgezeichnet. Seitdem gehört er zu einem der renommiertesten bildenden Künstler weltweit.

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