Ausstellung: A.R. Penck in Aschaffenburg

A.R. Penck

A.R. Penck: Blick in die Ausstellung, Jesuitenkirche Aschaffenburg

Mehr als 300 Besucher kamen am 25. November 2016 zur Vernissage der Ausstellung „A.R. Penck“ in die Christuskirche in Aschaffenburg. Dorthin war man aus Gründen der Sicherheit ausgewichen, denn die Präsentation der über 80 Arbeiten des Künstlers, die in der direkt gegenüberliegenden Kunsthalle Jesuitenkirche gezeigt wird, ist dicht gebaut, beinahe intim.Die Planungen zu dieser Werkschau begannen bereits vor rund drei Jahren mit ersten Gesprächen. Vorgesehen war, sie parallel zur Eröffnung des dann renovierten Christian Schad Museums zu zeigen. Die soll nun im Frühjahr 2018 stattfinden, wie Dr. Thomas Richter, Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg, in seinem Grußwort sagte. Umso erfreuter zeigte sich Richter über die Ausstellung mit Werken des 1939 in Dresden als Ralf Winkler geborenen Künstlers. Über 80 Werke der Malerei, Grafik und Plastik sind zu sehen. Darunter auch mehrere Suiten und Zyklen. Sie erlauben einen Überblick über wichtige Stationen im künstlerischen Schaffen von Penck.

A.R. Penck, Blick in die Ausstellung, Jesuitenkirche Aschaffenburg

A.R. Penck, Blick in die Ausstellung, Jesuitenkirche Aschaffenburg

Die Ausstellung lässt vor allem eines sehr deutlich werden: Der Nukleus der Bildgewinnung bei A. R. Penck war/ist die Wirklichkeit. In einem Interview bekannte der Künstler 1990: „Natürlich geht es in der Kunst und in der Malerei ganz besonders nur um Abstraktion, um etwas anderes kann es gar nicht gehen. Aber daß die Abstraktion aus der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit gewonnen wird, ist mir immer eine Selbstverständlichkeit gewesen. […] Ich brauche die Wirklichkeit. Und zwar da, wo sie sich ereignet. Ich brauche Realitäten, als Anlaß, als Ausgangspunkt, als Gegenstand, als Thema und als Ziel meiner Arbeit. Aber auch nicht nur als Objekt. Ich muß es leben, sonst kommt bei mir nichts dabei heraus. Mein Weg war und ist der Versuch einer rationalen Bewältigung der Wirklichkeit.

Die Aschaffenburger Ausstellung setzt sich bewusst ab von früheren Präsentationen des Werkes von Penck in der Region, etwa der Retrospektive in der Frankfurter Schirn Kunsthalle 2007 und zeichnet ein eher intimes Bild des Künstlers.

Zur Ausstellung ist ein 80-seitiger Katalog im Kunstverlag Till Breckner erschienen.

 

A.R. Penck, Blick in die Ausstellung, Jesuitenkirche Aschaffenburg

A.R. Penck, Blick in die Ausstellung, Jesuitenkirche Aschaffenburg

A.R. PENCK

Bis 5. März 2017

Kunsthalle Jesuitenkirche

Museen der Stadt Aschaffenburg

Pfaffengasse 26

63739 Aschaffenburg

Öffnungszeiten: Di 14 – 20 Uhr; Mi – So 10 – 17 Uhr

+49 (0) 6021-38674-0

http://www.museen-aschaffenburg.de/Start/Kunsthalle-Jesuitenkirche/DE_index_1129.html

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