Ausstellung: Markus Lüpertz – Michael Engel / Hirte

Markus Lüpertz, Michael Engel, 2017, Lithografie , 82,8 x 61,5 cm © Markus Lüpertz, Galerie Breckner, Foto: Jack Kulcke.

MICHAEL ENGEL im Stadtmuseum Siegburg

HIRTE im Katholisch-Sozialen Institut Siegburg

21. Januar bis 4. März 2018

Das Stadtmuseum Siegburg und das KSI zeigen in Kooperation zwei Ausstellungen von Markus Lüpertz, die einen Einblick in das umfassende, sowohl grafische als auch skulpturale Gesamtwerk dieses Ausnahmekünstlers geben. Mit ikonischen Werkzyklen und Portfolios wie „Arkadien“ oder „Landschaften“ werden in der Ausstellung „Michael Engel“ im Stadtmuseum ausdrucksstarke Arbeiten präsentiert, die sich auf die vielschichtige, in seiner Malerei verankerte, Bildsprache des Künstlers beziehen. Außerdem feiern zwei neue, unveröffentlichte Grafikserien, „Toscana“ und „Michael Engel“, in Anlehnung an Michelangelos Sixtinische Kapelle, Premiere in Siegburg. Im KSI wird u.a. der zehnteilige Werkzyklus „Mykenisches Lächeln“ sowie der monumentale Holzschnitt „Der Hirte“ gezeigt. Begleitend zu  der Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit einem Textbeitrag von Stefan Skowron.

Markus Lüpertz ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart. Seine Skulpturen schmücken zahlreiche Plätze und sind in den wichtigsten Kunstsammlungen der Welt vertreten. Seit den 1960er Jahren entsteht sein spannungsvolles, umfangreiches Gesamtwerk, das sich an der Philosophie, Geschichte, Mythologie, Literatur, Musik und Kunstgeschichte der vergangenen Jahrhunderte orientiert, schlussendlich aber eine komplett neue Bildsprache entwickeln konnte. Die grafischen Arbeiten, die das Stadtmuseum Siegburg ausstellt, darunter einige bisher unveröffentlichte Serien, geben einen umfassenden Einblick in die handwerkliche Vielfalt sowie die Mythen umwobenen Bilderzählungen dieses Ausnahmekünstlers. Mit bekannten Motiven, wie „Mozart“ oder „Krähen“, weist die Ausstellung auf der einen Seite eine für Lüpertz typische Bilderwelt auf, zeigt aber auf der anderen Seite auch mit Zyklen wie „Komposition“ unbekanntere Arbeiten von ihm.

Der im KSI präsentierte Werkzyklus „Mykenisches Lächeln“ basiert auf der Original-Mappe „Zehn Holzschnitte zum Mykenischen Lächeln“ (1985/1986). Sie folgen einer fast gleichnamigen Serie großformatiger Gemälde („Bilder über das mykenische Lächeln“ [1985]), konzentrieren sich jedoch ausschließlich auf die mykenische (archaische) Gesichtsmaske, so dass sie keine weitere Erzähl- oder Handlungsebene besitzen, wie etwa die Gemälde. Beachtenswert ist, dass Lüpertz das Lächeln sowohl in den Gemälden als auch in den Grafiken teils mit geschlossenen Augen kombiniert. Zusätzlich werden in beiden Ausstellungen bis zu zwei Meter hohe, monumentale Holzschnitte und diverse Lithographien gezeigt. Neben den grafischen Arbeiten werden Skulpturen ausgestellt in denen sich Lüpertz mythologischer und historischer Figuren, wie zum Beispiel Hora, Herkules, Neptun oder Susanna, annimmt.

Das Stadtmuseum Siegburg bietet während der Ausstellung eine Sonderedition von Markus Lüpertz an. Sie ist im Museumsshop erhältlich.

Markus Lüpertz, Der Hirte, 1987-1988, Holzschnitt, 82,8 x 61,5 cm © Markus Lüpertz, Galerie Breckner, Foto: Hilmar Traeger.

Hirte
21. Januar bis 4. März 2018

Katholisch-Soziales-Institut
Bergstr. 26
53721 Siegburg

Eröffnung: Sonntag, 21.01.2018, 14 Uhr
Europaforum, Katholisch-Soziales-Institut, Siegburg
Begrüßung Prof. DR. Ralph Bergold, Direktor des KSI
„Kunst und Kirche“
Dr. Dominik Meiering, Generalvikar des Erzbistums Köln,
im Gespräch mit Markus Lüpertz
Jazzkonzert – TTT und Markus Lüpertz

Michael Engel
21. Januar bis 4. März 2018

Stadtmuseum Siegburg
Markt 46
53721 Siegburg

Eröffnung: Sonntag, 21.01.2018, 16:30 Uhr
Forum des Stadtmuseums Siegburg
Begrüßung Franz Huhn, Bürgermeister der Kreisstadt Siegburg
Einführung Prof. Dr. Dieter Ronte, Bonn
Lesung Markus Lüpertz

Wegen der begrenzten Platzzahl sind für beide Häuser Eintrittskarten erforderlich!

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