Ausstellung: Christo & Jeanne-Claude – The London Mastaba

18. Juni 2018 – 23. September 2018
Christo & Jeanne-Claude – The London Mastaba
Hyde Park, London

Christo & Jeanne-Claude, The London Mastaba, Serpentine Lake, Hyde Park, London, 2018 © 2016 Christo

60 Jahre nach der ursprünglichen Idee, schwimmt im Herzen Londons, auf dem Serpentine Lake im Londoner Hyde Park, seit dem 18. Juni 2018 die Mastaba von Christo – das erste große Außenprojekt des Künstlers und seiner 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude, das im öffentlichen Raum Großbritanniens realisiert wurde. Noch bis zum 23. September 2018 ist der 20m hohe Pyramidenstumpf aus 7.605 rot, violett und blau lackierten Ölfässern in Begleitung einer dokumentarischen Ausstellung in der Serpentine Gallery zu sehen.

Seit den 50er Jahren gelten Dosen und Fässer Christo und Jeanne-Claude als kostengünstiges und wiederverwertbares Material. Die Mastaba, ein altägyptischer Typ von Grabbauten, übt schon lange eine große Faszination auf das Künstlerpaar aus. Ursprünglich dienten die sich nach oben verjüngenden Baukörper auf rechteckigem Grundriss den antiken Eliten als aufwändige Vorzeigegräber. Für Christo liegt in der Bedeutung seiner Mastaba angeblich nichts anderes als die arabische Übersetzung des Wortes, nämlich „Bank“.

In der Verbindung aus modernem Material und historischer Bauform bringt der Assoziationsreichtum der Londoner Skulptur zum Ausdruck, was verbindend ist für alle Visionen und Projekte des Künstlers – Freiheit. Wie jüngst bei den Floating Piers auf dem Iseosee in Italien ist es auch in der „Grünen Lunge“ Londons die Einzigartigkeit und Bedeutungsoffenheit des Moments, an dem die rastsuchenden Städter beim Anblick der knallbunten Mastaba teilhaben wollen.

Wie all seine bisherigen Werke, ist auch die temporär im Serpentine Lake verankert Mastaba eigenfinanziert und nach streng ökologischen Ansprüchen umgesetzt. Nach dem Abbau des Kunstwerks im Herbst dieses Jahres wird Christo den See deshalb einer zusätzlichen Reinigungskur unterziehen. Sie solle der Qualität des großstädtischen Ökosystems zugutekommen und in einem zweiten Schritt die Grundlage zum Aufbau geschützter Lebensräume für heimische Tierarten bilden, wie artnetnews berichtet.

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