Ausstellung: Caravane Culturelle Syrienne

In der Ausstellung Caravane Culturelle Syrienne reflektiert eine vom Krieg gezeichnete Künstlergeneration über den seit 2011 in Syrien herrschenden Bürgerkrieg. Durch ihre Kunstwerke ebnen die Künstler den Weg für eine aus Schmerz und Leid fundierte Kunst, die gleichzeitig ein globales Symbol der Hoffnung ist und die Essenz des heutigen Lebens einfängt.

Tammam Azzam, Freedom Graffiti, Gustav Klimt's 'The Kiss', 2013 © Tammam Azzam

Tammam Azzam, Freedom Graffiti, Gustav Klimt’s ‚The Kiss‘, 2013 © Tammam Azzam

Tammam Azzam wurde 1980 geboren und schloss sein Studium an der Faculty of Fine Arts in Damaskus ab. Er setzt westliche Meisterwerke, wie zum Beispiel Gustav Klimts Gemälde „Der Kuss“, durch Fotomontagen inmitten von Krieg und Zerstörung. Der 1966 in Damaskus geborene Fotokünstler Ammar Abd Rabbo ist seit 1992 für die Nachrichtenagentur Sipa Press tätig und hat Ereignisse rund um den Mittleren Osten wie Pilgerreisen nach Mekka, die Besuche von Papst Johannes Paul II. im Libanon oder die Zerstörung von Aleppo in Syrien festgehalten. Muzaffar Salman wurde 1976 im syrischen Homs geboren. Seine Dokumentarfotografien geben einen Einblick in die schmerzvollen Momente des syrischen Zeitgeschehens. Dino Ahmad Alis Arbeiten sind beeinflusst von Visual Art sowie Op Art und finden ihren Ausdruck im Medium der Fotografie und Videokunst. Zerstörte Städte, geschundene Körper und Gewalt – Ali Kaaf hat all das gesehen. Mit  seinen Kunstwerken setzt sich der in Berlin lebende Künstler mit dem Grauen in Syrien auseinander. Das Ziel: Reflexionen möglich machen – darüber, wie man Zeuge des Schreckens wird und das Erlebte künstlerisch verarbeiten kann. Die syrische Künstlerin Sulafa Hijazi verbindet in ihren Arbeiten die Unschuld der Kindheit mit Symbolen aus dem vernichtenden Kriegsgeschehen. Die Künstlerin reflektiert darüber passiert, wenn Menschen anfangen, den Tod zu verherrlichen und die Geburt als etwas Triviales zu betrachten. Der syrische Künstler Jaber Al Azmeh begann seine Serie von roten und schwarzen Fotografien am Anfang des syrischen Bürgerkriegs.  Die Auseinandersetzung mit dem Körper evoziert generelle Freiheitsgedanken, die nicht nur für die Revolutionszeit in Syrien charakteristisch sind, sondern auch das menschliche Bedürfnis nach Unabhängigkeit charakterisieren.

Begleitend zu den Ausstellungen findet am Samstag, den 17. Februar 2018 um 15 Uhr die von Dr. Christiane Hoffmans (Kulturredakteuren Welt und BLAU) moderierte Podiumsdiskussion „Kulturland Syrien“ in der Galerie Breckner statt. Der Künstler Mohahmad Al Roumi, die berühmte Fernsehjournalisten Antonia Rados sowie der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, werden die Diskussion führen. Sowohl Prof. Dr. Wilhelm, der in den 1990er Jahren den Wiederaufbau des mittlerweile wieder erneut zerstörten Aleppos verantwortet hat, als auch Antonia Rados, die u.a. mit dem bayrischen Fernsehpreis für ihre Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten ausgezeichnet wurde, bilden gemeinsam mit dem anwesenden Künstler ein solides Fundament für eine sich auf die Kultur und Geschichte Syriens stützende Gesprächsrunde. Die Sängerin Rana Diab und der Komponist und Oudspieler Nabil Arbaain werden die Veranstaltung musikalisch untermalen.

Ausstellung:
Caravane Culturelle Syrienne
16.02 – 31.03.2018

Eröffnung:
am Freitag, den 16.02.2017, um 18 Uhr

Sonderveranstalung:
Kulturland Syrien
am Samstag, den 17.02.2018, um 15 Uhr
in der Galerie Breckner

Podiumsdiskusion mit dem Künstler Mohamad Al Roumi,
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm (Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland.
Er verantwortete in den 1990er Jahren den Wiederaufbau der mittlerweile erneut
zerstörten Stadt Aleppo),
Antonia Rados (Auslandsreporterin der Mediengruppe RTL. Für ihre Berichterstattung
aus Kriegs- und Krisengebieten wurde die berühmte Fernsehjournalistin
mehrfach ausgezeichnet).
Es moderiert die Kulturjournalistin Dr. Christiane Hoffmans.
Konzert mit Rana Diab (Sängerin) und Nabil Arbaain (Komponist und Oudspieler)

Einladung (PDF)

 

 

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