Ausstellung: Alla Prima. Toscanelli Malerei Lexikon

Toscanelli nach Bassano, Enthauptung Johannes‘, 25 x 22 cm, Acryl auf Leinwand, 2014. © Courtesy Galerie Till Breckner, Düsseldorf, Foto: Ivo Faber

Toscanelli nach Bassano, Enthauptung Johannes‘, 25 x 22 cm, Acryl auf Leinwand, 2014. © Courtesy Galerie Till Breckner, Düsseldorf, Foto: Ivo Faber

Zum Auftakt einer Reihe von Präsentationen, die in diesem Jahr seinem Projekt „Malerei Lexikon“ gewidmet sind, wird am Freitag, den 1. April 2016, um 19 Uhr, vom Museum im Kleihues-Bau in Kornwestheim die in Zusammenarbeit mit der Galerie Breckner konzipierte Ausstellungen ALLA PRIMA. TOSCANELLI MALEREI LEXIKON eröffnet.

Junior Toscanellis künstlerisches Interesse gilt der „Malerei in ihrer reinen Form“. In diesem Zusammenhang sieht er die eigene Kunstäußerung eingefügt in die Jahrtausende übergreifende Tradition europäischer Malkunst: „Die überlieferte Malerei, lässt uns durch ihre Vorgabe, die Schönheit der realen Welt begreifen, obwohl sie sich im Außerweltlichen völlig autark definiert.“ Dieses subjektiv malerische Spiegelbild dessen, was der Mensch als Welt empfindet, in deren Mittelpunkt er selbst steht, findet Junior Toscanelli in den 4.200 bildlich im legendären Kindlers Malerei Lexikon festgehaltenen Gemälden exemplarisch zur Essenz geronnen.

Toscanelli nach Parmigianino, „Madonna mit dem langen Hals“, 25 x 22 cm, Acryl auf Leinwand, 2014. © Courtesy Galerie Till Breckner, Düsseldorf, Foto: Ivo Faber

Toscanelli nach Parmigianino, „Madonna mit dem langen Hals“, 25 x 22 cm, Acryl auf Leinwand, 2014. © Courtesy Galerie Till Breckner, Düsseldorf, Foto: Ivo Faber

Toscanellis Projekt setzt bei den einzeln im „Kindler“ zitierten Werken aus ganz unterschiedlichen Stilepochen an – von der Antike zum Manierismus, von der Renaissance zur Klassischen Moderne, vom Barock zum Nouveau Rèalisme. Befreit vom Zwang, in allem originär zu sein, nimmt er die kompositorischen wie thematischen Vorlagen an und schaut sein eigenes, dem zeitgenössischen Weltempfinden entsprechendes Pendant. Hierbei konzentriert sich der Künstler auf das Ureigene des Malaktes an sich, „auf meine Malrhetorik, meinen Duktus, meine Sicht auf Malerei und meine Sicht in die Geschichte der Malerei“, in der er überhaupt die Grundlage für die Zukunft des Genres sieht.

Das Museum im Kleihues-Bau präsentiert Einblicke in das über Jahre angelegte Projekt. Dabei führen die bis zur Ausstellung fertiggestellten Gemälde in einer beeindruckenden Vielschichtigkeit das Thema von Kreativität und Originalität, vom freien Umgang mit Vorbildlichen, und dessen malerischer Neuübersetzung vor. Eine Spannweite von Sichtweisen – vom Ironischen zum deklarativ Verfremdenden, vom vorbehaltlos Bejahenden bis hin zum Spiel mit Versatzstücken im gänzlich Unabhängigen – bietet sich dem Betrachter dar.

 

ALLA PRIMA. TOSCANELLI MALEREI LEXIKON

1.4. – 26.6.2016

Museen der Stadt Kornwestheim

Museum im Kleihues-Bau

Stuttgarter Straße 93

70806 Kornwestheim

Öffnungszeiten: Fr–So 11–18 Uhr

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